Henny Porten: Sie war Deutschlands erster Filmstar

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Ihre Karriere begann in einer Zeit, in der von Kinofilmen noch keine Rede war. 1906 erhielt ihr Vater den Auftrag, für Guckkästen sogenannte „Biophon-Tonbilder“ zu produzieren, also erste Stummfilme, die in Schaubuden oder Varietés liefen. Zu einem Star aber wurde Henny Porten in den 1920ern, als sie unter anderem in der bisher teuersten Ufa-Produktion „Anna Boleyn“ die Hauptrolle spielte. Zuvor hatte sie um die Anerkennung ihrer eigenen, noch sehr jungen Branche erfolgreich gekämpft. Etwa, indem sie den Dichter Gerhart Hauptmann davon überzeugte, dass sie sein Stück „Rose Bernd“ verfilmen durfte. Auch als der Tonfilm kam, blieb Henny Porten erfolgreich. Erst mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten geriet ihre Karriere ins Stocken. Denn Henny Porten weigerte sich, sich von ihrem jüdischen Ehemann zu trennen. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sie an ihre Karriere nicht mehr anknüpfen. Am 15. Oktober 1960 starb Henny Porten, heute vor 55 Jahren.

(Titelfoto: Horst G. Lehmann/Bundesarchiv)

Herzlichen Glückwunsch zum 450. Geburtstag, Marie de Gournay!

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Foto: Wikimedia Commons

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„Nichts ähnelt dem Kater auf einer Fensterbank mehr als – die Katze. Der Mensch wurde sowohl als Mann wie Frau geschaffen. Männer und Frauen sind eins. Wenn der Mann mehr ist als die Frau, dann ist die Frau gleichfalls mehr als der Mann.“

(Marie Le Jars de Gournay, „L`egalité des hommes et des femmes„, geschrieben 1622. Die sehr aktive Schriftstellerin war lange Zeit höchstens dafür bekannt, dass sie das Werk des französischen Philosophen Michel de Montaigne herausgegeben hat. Sie wurde am 6. Oktober 1565 in Paris geboren.)

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